Bevor ich gleich über Google abkotze, möchte mich an dieser Stelle als braver White-Hat-Seo outen, denn in den ganzen Jahren, seit ich für meine eigenen Webseiten oder Internetauftritte von Kunden Suchmaschinenoptimierung betreibe, habe ich in seo-konformen HTML (damit meine ich ordentliche Titles u. Descriptions für die SERPs, semantisch korrekt strukturierte Überschriften (h1-h4), Alt-Tags zu Grafiken und Fotos und ansonsten nur kreativ Content-orientiert gearbeitet. Was das heißt, wird Euch sicher bekannt sein: Inhalte sauber recherchieren und eigenständige produzieren, die lesbar sind für menschliche Besucher und ebenso Futter für die Suchmaschinen liefern. Seit mindestens zwei Jahren optimiere ich eher lantent semantisch.
Linktausch hin und wieder, aber nur begrenzt mit themenrelevanten Linkpartnern (kaum A<->B eher A->B, C->A) und diese Aktionen lassen sich pro Website auch an drei Händen abzählen. Ein Fliegenschiss….Webspam weit gefehlt! Das hat mir gerade auch Google nach einem Reconsideration Request bestätigt, den ich für die Website http://www.thai-traditional-massage.de eingereicht hatte, um ganz sicher zu gehen, dass der eine Webkatalog-Link auf der Link-Seite
kein Futter für den Pinguin gewesen war.
Hierzu die Info: Es gab auch nie nennenswerte Verbesserungsvorschläge im Webmastertool: kaum verwaiste Links, doppelte Title geschweige denn Duplicate content.
Ansonsten hatte ich Offsite-mäßig nur Brancheneinträge und einige Artikel in Spezialverzeichnissen und Blogs geschrieben. Alles sauber. Und dennoch hat es die oben bereits erwähnte Website, welche seit 2003 online ist unter “thaimassage düsseldorf, traditionelle Thaimassage oder massage düsseldorf” viele Jahre ganz oben auf der ersten Seite stand, voll erwischt. Übrig blieb lediglich der Eintrag aus Google Places, na immerhin etwas.
Stattdessen tummeln sich oben Neueinsteiger und Bewertungsportale. Komisch, komisch. Wie auch immer, angepisst wie nun mal war, recherchierte ich Seo-Blogs von A-Z, Foren und haste nicht gesehen, eben alles wo ich dachte, Infos zu finden, die mich auf eine Idee bringen. Nun ja, was ich dort las, waren haufenweise Pamphlete von Webmastern, denen es ähnlich ergangen war. Nur frage ich mich jetzt: Was soll der ganze Scheiß. Soll ich jetzt meine jahrelange Arbeit ohne Anhaltspunkte in Frage stellen, vielleicht alle Texte neu schreiben (Mehr Freshness) oder zwei Tage gucken, wo vielleicht doch an paar Roststellen sind, an den sich der Google-Bot verschluckt. Klar, das kann ich machen und damit weitere Tage und Nächste verbringen. Vielleicht klappt das Ranking danach auch wieder, zumindest bis zum nächsten Update. Schaun wir doch mal, was Google demnächst einfällt, um den Herrgott über Sein oder Nichtsein zu spielen, was natürlich in erster Linie Existenzen von kleinen Website bedroht. Wenn Ihr auch Website betreut, die abgeraucht sind, macht doch auch an der Umfrage zum Google Penguin Update mit.
Ich denke mal, dass man so nicht weiter kommt und dass jetzt an der Zeit ist sich von seiner reinen Seobrille zu verabschieden. Geschäftskonzepte dürfen nicht länger auf der Willkür von google aufbauen, das gleicht ja schon Zockerei. In Seo-United.de gibt es sogar ein paar Postings von Leuten, die die Konsequenz aus Panda, Pinguin und Co. ähnlich sehen. Wenn man die genügende wut im Bauch hat, kann man sicherlich auch folgender Verschwörungstheorie des Users “techie” folgen:
….”Google hat quasi mal wieder ein weiteres Tarnkappen-Brand-Update eingespielt und fast alle Seos fallen voll drauf rein. Ihr dürft diese Geschichte nicht nur aus der reinen Seo-Perspektive betrachten. Im Finanz- und Versicherungsbereich tummeln sich jetzt teilweise auf 10 Plätzen 8 bis 9 Brands…..” (siehe Rest unter Artikel: Penguin Update – Ab 65% Keyword-Links wird es gefährlich!)
SEO pur bringt es wohl nicht mehr. Zuviel Zeit geht für vermeintliche Optimierungspotenziale drauf, dallein dieser Aufwand ist auf Dauer unwirtschaftlich. iZukünftig werde ich den Pakt mit Google zwar weiter Onsite erfüllen, aber darüber hinaus lieber wieder mehr Online-PR- und Social-Media-orientierter arbeiten….es kann ja nicht sein, dass Existenzen allein vom Wohlwollen einer einzigen Suchmaschine abhängen
